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Schmuckstücke am Meer

Pressemitteilung   •   Aug 11, 2014 12:04 CEST

Die Sylter Goldschmiede Edda und Jonas Raspé fertigen individuelle Schmuckstücke aus Seeglas.

Am Strand funkelt etwas matt im ablaufenden Wasser. Die Formen sanft, die Farben wie mit Pastell gemalt, ein schönes Stück mit fein glitzernder Oberfläche und in sattem Grün. Sieht aus wie ein Edelstein, es ist aber Seeglas. Auch Strand- oder Meerglas genannt. Vor Jahrzehnten oder gar vor mehr als hundert Jahren als Flasche fortgeworfen, von Wind und Wellen zu schmucken Stücken gerundet. Wann und wo genau einst ins Meer gefallen weiß man nicht. Glas aus dem Meer ist geheimnisvoll.

Die Strömung hat die Scherben über den Meeresboden verfrachtet, die Brandung rollt sie über den Sand. Dabei werden die Formen gerundet, wird das Glas sanft. Durch den jahrelangen Kontakt mit dem Salzwasser entsteht die mikrokristalline, wie gefrostet aussehende, Oberfläche. Wirklich schöne, perfekte Stücke – zumal in den seltenen Farben – sind ein toller Fund: Sie liegen in der Hand und schimmern wie ein Edelstein. Der Gedanke daran, etwas Besonderes gefunden zu haben, reifte zu einer Idee; warum nicht etwas Außergewöhnliches, ein persönliches Andenken an die See, daraus machen. Für den Karton oder das Regal sind die echten Raritäten viel zu schade:

Jonas Raspé ist Goldschmiedemeister. Mit seiner Mutter Edda betreibt er in Morsum ein Goldschmiede-Atelier. „Ich erarbeite gern persönliche Schmuckstücke, die einen einmaligen Bezug zum Träger haben. Häufig kommen Kunden mit Fundstücken wie Bernstein oder eben auch mit Seeglas zum mir“, sagt er. Diese Erinnerungen an einen schönen Tag möchten sie gern in Form eines besonderen Schmuckstücks mit nach Hause nehmen. „Und Seeglas hat ja auch etwas Geheimnisvolles; und die Schmuckstücke einen besonderen Bezug zum Meer.“ Sagt es, begutachtet das mitgebrachte Seeglas und verspricht, bis zum kommenden Tag eine Skizze anzufertigen.

„Seeglas stammt ja aus dem Meer, also habe ich mich für Motive mit Bezug zum Meer entschieden“, sagt Jonas Raspé und zeigt den skizzierten Entwurf – da liegt zum Beispiel ein kleiner Fisch aus Silber auf dem Papier. Alles nur fingernagelgroß, damit es zu den Seeglasstücken passt. Die liegen ebenfalls auf dem Skizzenblock, Jonas Raspé sucht die schönsten Stücke aus, legt zusammen, verwirft, ordnet neu. „Schließlich soll sich alles zu einem charaktervollen Schmuckstück fügen!“ Aus den mitgebrachten Stücken sucht er ein kleines trapezförmiges, grünes Stück heraus, biegt vorsichtig ein Silberblech herum. „Im Vergleich zu echten Edelsteinen ist das Stück sehr zerbrechlich und kann leicht splittern.“ Und wenn die feinkristalline, so typisch glitzernde, Oberfläche von Seeglas Kratzer bekommt, wirkt das ganze Stück nicht mehr. Doch Meister Raspé fasst das Stück sicher ein und nach ein paar Stunden in der Manufaktur hat er ein Armband gefertigt. Einmalig und aus echt Sylter Sachen. „Aber man muss schon gut darauf aufpassen“, sagt er, „zwar ist Seeglas härter als zum Beispiel Koralle oder Bernstein, aber die Oberfläche ist doch sehr empfindlich.“

Schon die Skizze wirkte stimmig, der Armreif ist wunderschön. „Meine Aufmerksamkeit gilt besonders den einfachen Formen aus der Natur und deren Ästhetik – Seeglas ist eine interessante Mischung zwischen Menschengemachtem und Natürlichem, weil es einen Prozess von einem Gegenstand aus Menschenhand zu einem von der Natur geschliffenen Fundstück durchlaufen hat“, sagt Edda Raspé, die das Atelier zusammen mit ihrem Sohn Jonas betreibt.

Wind und Wellen und Zeit haben aus der Scherbe etwas Schönes gemacht. Etwas Zeitloses, wie das ewige Spiel am Spülsaum. Edda und Jonas Raspé geben dem Stück einen Platz und lassen es seine Geschichte erzählen. Vom Meer. Von Wind und Wellen. Und von seinem Wesen darin.

Weitere Informationen auf www.edda-raspe.de. Eine Einführung in die Arbeit und Werke der Sylter Kunsthandwerker gibt es auf www.sylt.de.

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