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Ruhe, bitte!

Pressemitteilung   •   Aug 19, 2019 16:24 CEST

Sylt – ist es da im Sommer nicht viel zu voll? Deutschlands nördlichste Insel ist beliebt, keine Frage, und das aus guten Gründen. Und doch gibt es sie selbst in der Hochsaison: die stillen, einsamen und abgelegenen Ecken. Mit 40 Kilometern Strand, noch mehr Küste auf der Wattseite und fast hundert Quadratkilometern landschaftlicher Vielfalt ist genug Platz und Ruhe für jeden. Fünf Beispiele:

Vom Parkplatz Sansibar südlich von Rantum führt ein Pfad durch die Dünen hinunter zum Wattenmeer. Ist das Ufer erreicht, strahlt feiner, heller Sand. Es ist wenig los hier – nur ein paar Spaziergänger sind an diesem Strand und weiter draußen im Watt unterwegs. Auf einer Landzunge haben sich Möwen versammelt und halten ungestört Palaver, ein Vogelschwarm zieht vorbei. Jetzt nur noch in den Sand setzen und die Ruhe genießen.

Weiter südlich auf Höhe Puan Klent führt ein verschwiegener Weg, den man nur dem Rad oder zu Fuß erreichen kann, zur Nordsee. Steil und schwer ist der Aufstieg auf die letzte Düne. Sanftes Licht leuchtet über dem Strand und Rosenblüten duften. Der Blick verliert sich in der Unendlichkeit. Einsame Wanderer sind auf dem Weg nach Süden. Man spürt hier die Weite, weil nichts ablenkt. Nur Wind und Wellen sind zu hören. Eine schöne Alleinsamkeit – ein Ort für alle Sinne.

Auf in den Osten! Der Weg runter zum Morsum Kliff führt durch schulterhohes Reet, hier hört die Insel einfach auf. Das Land geht über ins Watt. Das Reet flüstert im Wind, vereinzelte Möwenschreie wehen vorüber. Es ist früh am Morgen und der Tag noch taufrisch, kaum jemand ist jetzt unterwegs. Bussarde kreisen am Himmel über eine offenen Landschaft, in die das Morgenlicht flutet. Zum Weitergehen empfiehlt sich der Weg von Morsum zum Tipkenhoog in Keitum: Einsam zwischen Weide und Watt gelegen und zu hören ist das Flöten der Rotschenkel.

Zwischen Westerland und Rantum liegt das Naturschutzgebiet Rantumbecken – eine Wasserfläche, die durch einen Deich vom Wattenmeer abgetrennt ist. Hier kann man anhalten, innehalten und den Vögeln zuschauen. Der Weg drumherum scheint ins Nirgendwo zu führen; zwischen Watt und weitem Himmel. Dann ist fließendes Wasser zu hören. Keine Wellen, sondern die Flut, die leise über Buhnen läuft. Ein hysterischer Vogelruf kreischt kurz vorüber, dies unterstreicht die Stille nur. Hier, an der Biegung des Deiches; zwei Kilometer weit weg von allem.

Was für eine Kulisse! Und kaum jemand ist da. Stolz steht der Leuchtturm auf den Dünen des Ellenbogens, gelbgoldenes Gras wogt, blau liegt das Meer vor der Küste. Dieser Weg führt durch tiefen Sand, durch die Dünen, hinunter an einen endlosen, einsamen Strand. Hier oben aber wirkt alles noch abgelegener, noch wilder, noch weiter. Das Licht, das helle Gras, die sanften Dünen, die leise Geräuschkulisse – es wirkt beruhigend, man mag sich in den Sand legen. Und die Augen zu machen. In friedlicher Ruh ganz oben in Deutschland.

Anmerkung:  Es gibt fast hundertfünfzig genehmigte und entsprechend markierte Wege ans Wasser; der Rest ist ein Refugium für die Natur. Denn auch die braucht Ruhe!

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