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Sylt führt Mehrweg Coffee-to-go Becher ein

Pressemitteilung   •   Okt 02, 2017 13:38 CEST

Die Bäckerei Raffelhüschen startet ab dem 1. Oktober gemeinsam mit dem Verein Sylter Unternehmer e.V. eine zweimonatige Testphase für ein nachhaltiges Mehrwegsystem für Coffee-to-go Becher.

Rund 320.000 Coffee-to-go Becher werden stündlich in Deutschland verbraucht. Laut einer Studie der „Deutschen Umwelthilfe“ sind das im gesamten Jahr drei Milliarden Kaffeebecher, die nach einmaligem Nutzen einfach so in die Tonne wandern. Eine immense Summe Luxusmüll, durch welche allein bei der Herstellung CO2-Emissionen von 83.000 Tonnen entstehen. Die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee-to-go Bechern greift, liegt landesweit mittlerweile bei 70 Prozent. Und auch auf Sylt gehört der Becher mit Plastikdeckel, ob beim Stadtbummel, auf dem Weg zur Arbeit oder bei der kleinen Auszeit am Strand, für viele zum Alltag dazu.

Um den to-go-Becher-Konsum auf der Insel einzudämmen hat Thomas Raffelhüschen von der gleichnamigen Bäckerei Raffelhüschen ein nachhaltiges Projekt initiiert. Gemeinsam mit den Kollegen der „Niebüller Backstube“, „Michel’s Backhüs“, „Crêperie am Meer“ sowie dem „Sylt Entrée“ beginnt ab diesem Sonntag eine Testphase für ein Mehrwegsystem für Coffe-to-go Becher. Kooperationspartner ist hierbei das Start-up Unternehmen „RECUP“, das bereits in Städten wie Berlin, Köln und München erfolgreiche Testläufe durchgeführt hat. Doch wie funktioniert die Theorie in der Praxis? Der RECUP ist in jedem der teilnehmenden Geschäfte in der Friedrichstraße und Strandstraße gegen einen geringen Pfandbetrag erhältlich und kann dort nach dem Benutzen wieder abgegeben werden. „Das heißt, dass unsere Kunden praktisch bei Michel’s Backhüs einen Kaffee zum Mitnehmen erwerben und den entsprechenden RECUP dann spätestens an der Crêperie am Meer wieder abgeben können. Selbstverständlich dürfen sie ihn auch mit nachhause nehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückbringen.

„Es sind nicht wenige To-go-Becher, die in unseren Filialen über die Theke gehen und schließlich im Müll landen. Unser Endziel ist es darum den vermeintlichen Pappbecher inselweit loszuwerden und das geht eben nur, wenn alle mitmachen“, macht Initiator Thomas Raffelhüschen deutlich. Unterstützt wird er bei dem Projekt, das nach der zweimonatigen Testphase hoffentlich nahtlos weitergeführt werden kann, von dem Verein der Sylter Unternehmer und der Sylt Marketing GmbH (SMG). „Es gilt herauszufinden, ob die neuen Becher auf Akzeptanz stoßen und ob das System auch in einer Urlaubsdestination wie Sylt funktionieren kann. Im Idealfall wird es dann, wie auch in den Großstädten, einen Sylt-Mehrwegbecher im insularen Corporate Design geben“, so Moritz Luft, Geschäftsführer der SMG. „Für unsere Gäste wäre es zudem ein weiterer Service, denn ihren RECUP, den sie beispielsweise aus München mit nach Sylt bringen, können Sie in einer der teilnehmenden Filialen abgeben. Das funktioniert natürlich auch umgekehrt.“

Einen Überblick der RECUP nutzenden Filialen gibt es in der App „RECUP“.

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