Sylt Marketing GmbH folgen

„Catapult Air“ sorgt für Aufsehen

Pressemitteilung   •   Aug 06, 2018 11:19 CEST

Aus ganz Deutschland gehen Solidaritätsbekundungen und Unterschriften für die vor zehn Tagen gestartete Petition ein. Ausgerechnet die Sylter selbst schwächeln noch ein wenig bei der Abgabe ihrer Stimme für den Ausbau der Zweigleisigkeit.

Mit ihrer Kampagne „Im hohen Bogen nach Sylt“ und der damit einhergehenden Forderung nach Ausbau der Marschbahnstrecke landete die Sylt Marketing Gesellschaft (SMG) einen Volltreffer. Zumindest was Reichweite, Resonanz und Aufmerksamkeit angeht. Das Video über die fiktive „Catapult Air“ ist der Renner im Internet. Unzählige Male wurde es in den vergangenen Tagen geteilt und kommentiert. Allein auf der SMG-Facebookseite „Sylt - Die Insel“ wurde die alternative Anreisemöglichkeit 500.000 Mal aufgerufen, auf Youtube über 200.000 Mal abgespielt. Auch das Medienecho ist überwältigend. Deutschlandweit und sogar über die Landesgrenzen hinaus berichten Zeitungen, Radio- und Fernsehsender über die Forderung der Sylter. „Wir erfahren nicht nur wahnsinnig viel Aufmerksamkeit, sondern auch durchweg positive Resonanz“, so Moritz Luft.

Besonders freut sich der SMG-Geschäftsführer über die Solidarität von Tourismus-Kollegen aus anderen Regionen. „Sie streuen Film und Petition über ihre Online-Kanäle und drehen mitunter unsere Geschichte aus ihrer Sicht weiter. Besser könnte die Unterstützung nicht sein.“ Tegernsee zum Beispiel lässt analog zum Sylt-Film einen Geschäftsmann mitsamt Gepäck im See landen und fragt: „Liebe Sylter. Sicher, dass Euer Katapult richtig ausgerichtet ist?“ Das Sauerland nimmt den Faden auf, zeigt einen Landeanflug ins Heu und kommentiert: „Glück für uns, dass Euer Katapult immer noch nicht richtig eingestellt ist. Jetzt wird man ins Sauerland geschleudert.“ Lindau gründet mit dem „Bodensee Fliegerle“ sogar eine eigene Airline und lässt die in den Bodensee katapultieren Gäste mit einem Wassertaxi einsammeln. Kiel stellt nach einem Sprung in die Ostsee trocken fest: „Hier regnets Touristen“ und Timmendorf hat mit dem aufblasbaren Wasserpark eine ganze Lande-Landschaft für „Catapult Air“-Fluggäste geschaffen.

Etwas weniger euphorisch fällt die Beurteilung aus, wenn es um die Unterstützung aus der eigenen Region geht. Ausgerechnet auf Sylt und dem nahen Festland könnte der Beistand, also die Anzahl der abgegebenen Unterschriften, noch größer sein. Von den bislang rund 12.000 Unterschriften stammen gerade mal knapp 2.000 aus der Feder der Sylter selbst. „Das erste Etappenziel ist geschafft, unsere Forderung steht öffentlichkeitswirksam im Raum. Das allein hat aber noch überhaupt keine Wirkung, jetzt brauchen wir Unterschriften.“ Dafür bleiben Moritz Luft und seinem Team noch weitere fünf Wochen Zeit. „Danke an alle, die uns bereits tatkräftig unterstützen. Aber da geht noch mehr!“

Stimmbögen, Plakate, Aufsteller und Aufkleber können bei der SMG in Westerland in der Stephanstraße 6 abgeholt oder unter 04651-820212 oder m.horn@sylt.de angefordert werden.


www.sylt.de/petition

www.sylt.de/catapultair


Hintergrund

Als Reaktion auf die streckenweise eingleisige Marschbahnstrecke und die damit einhergehende Verspätungsmisere der Bahn entwickelte die Sylt Marketing Gesellschaft (SMG) gemeinsam mit der Hamburger Agentur Philipp und Keuntje (PUK) ein Kommunikationskonzept, das den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Niebüll und Sylt fordert. Kern ist ein Kurzfilm über die fiktive „Catapult Air“, der in einem eindringlichen Aufruf endet. Bereits vor Jahrzehnten wurde wegen massiver Probleme auf der Strecke nach Sylt der zweigleisige Ausbau gefordert – und von der Politik versprochen. Inzwischen ist das Projekt zwar versehen mit dem zweithöchsten Prädikat des „potentiellen Bedarfs“ und im sogenannten Bundesverkehrswegeplan verankert, bis heute allerdings ohne Folgen. Im September wird ein entsprechender Antrag des Landes Schleswig-Holstein vom Bundesverkehrsministerium geprüft, die Strecke in den notwendigen „vordringlichen Bedarf“ zu heben.

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